Nischenseiten Challenge 2016 – Bericht der 1. Woche

Titelbild des ersten Wochenberichts zur Nischenseiten Challenge 2016

Der Plan hat für die erste Woche die Recherche einer geeigneten Nische bestimmt. Somit habe ich mich also mit der Analyse meiner bereits im Vorfeld gesammelten Ideen beschäftigt. Damit hatte ich fast ganze 5 Tage zu tun, aber natürlich nicht volle 8 Stunden.

Wie ich bei der Analyse vorgegangen bin, zeige ich dir jetzt.

Die lange Liste der gesammelten Ideen

Bereits am Anfang des Jahres habe ich angefangen Ideen für die NSC zu sammeln. Dabei habe ich nahezu alles was mir in den Kopf kam in meine Wunderlist eingetragen. Naja, zumindest fast. Ich habe in den meisten Fällen schon eine kleine Suche bei Google zu dem Hauptbegriff gestartet und mir einen kleinen Eindruck zum Thema gemacht. Wenn dabei direkt eine andere Nischenseite schon auf Platz 1-3 war, habe ich das Thema abgeschrieben.

Screenshot von Wunderlist

Meine Ideenliste für die Nischenseiten Challenge

Ich will keine allzu große Konkurrenz. Das ist das einzige, was man sich noch als Kriterium setzen kann. Es gibt ansonsten quasi gar keine Nische mehr, die sich lohnt und dabei noch nicht von einer anderen Nischenseite projektiert wird.

Beim Einkaufen, zufällig bei Recherchen im Internet, …

…einfach bei sehr vielen Gelegenheiten bin ich auf vielversprechende Nischenthemen gestoßen. Beim Einkaufen im Supermarkt bin ich öfters einmal abseits meiner gewohnten Wege gewandert und habe mir Produkte angeschaut. Was mir spezieller und ungewohnt erschien, habe ich direkt in meine Liste aufgenommen und Zuhause noch einmal genauer angeschaut.

Gleiches ist auch bei einigen Recherchen im Internet vorgekommen. Vor dem Start der Nischenseiten Challenge habe ich dann auch noch aktiv nach weiteren Ideen gesucht. Vor allem bin ich dabei produktspezifisch vorgegangen. Mit anderen Worten: ich habe bei Amazon alle möglichen Kategorien durchsucht, bei denen man durch das Amazon Partnerprogramm 5% und mehr an Provision erhält. Das heißt wiederum, dass ich Kategorien wie „Fernseher“, „Smartphones und Tablets“, „Computer“ und „Elektronik und Foto“ ausgeschlossen habe.

Meine bevorzugte Kategorie dieser Challenge

Während der Ideenfindung und aktiven Recherche habe ich gemerkt, dass ich vermehrt Produkte bzw. Themen aus dem Bürobedarf gesammelt habe. Gar nicht so schlecht, denn hier gibt es von Amazon 7% Provision und durchaus höherpreisige Artikel. Also kann man in diesem Bereich gut Geld verdienen.

Aber! es gibt hier natürlich auch schon reichlich Nischenseiten zu jedem erdenklichen Bürobedarf. Also auch schon wieder ein Minuspunkt. Nichtsdestotrotz habe ich die Ideen aufgegriffen und in der letzten Woche analysiert.

Die Analyse meiner Nischenideen

Nach einer ersten groben Aussortierung habe ich noch 23 Ideen übrig gehabt, die ich in der vergangenen Woche gründlich analysiert habe. Früher habe ich dafür fast ausschließlich den Market Samurai genommen, den ich mir während meiner ersten NSC 2014 gekauft habe. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass das Tool nicht ganz so vielversprechend ist und die Werte teils nicht genau sind. Vor allem bei der Konkurrenzanalyse. Die Aussagen der grünen und roten Felder im Market Samurai sind eigentlich vollkommen unnütz. Warum?

Die Felder bei der Konkurrenzanalyse geben an, ob die Seite das gesuchte Keyword im Titel, der Beschreibung, in der URL usw. verankert hat. Auch wie alt die Domain ist und wie viele Backlinks sie bereits verdient hat. Aber all das hat nach unzähligen und immer weiteren Updates des Google Algorithmus gar keinen allzu großen Einfluss mehr auf das Ranking und somit auch die Qualität der Seite.

Als kleines Beispiel solltest du dir mal eine Seite vorstellen, die sich vollkommen auf ein Keyword ausgerichtet hat und dieses an allen Stellen unterbringt: Titel, Beschreibung, Domain, URL, … Hinzu kommen eine ganze Menge an Backlinks. Klingt doch nach einer sehr starken Seite, die kaum zu schlagen ist. Falsch gedacht, denn was sind das denn für Backlinks? Haben die überhaupt eine gewisse Qualität oder sind das im Paket gekaufte oder auch getauschte Links? Hinzu kommt, dass der Inhalt der Seite ja vollkommen bescheiden sein kann und richtig krasses Keyword Stuffing betrieben wurde.

Das sieht man dann nicht bei Market Samurai, sondern nur bei einer manuellen Recherche der Seite. Genau deshalb verlasse ich mich auch nicht mehr auf die Ergebnisse des Tools.

Die Tools meines Vertrauens

Seit einige Zeit verlasse ich mich nun nicht mehr auf ein Tool, sondern nutze mehrere für die Keyword Recherche und die Konkurrenzanalyse. Hier sind meine am häufigsten genutzten Werkzeuge:

Mehrere Quellen sind einfach unabdingbar bei der Recherche und Analyse. So kann ich davon ausgehen, dass die Ergebnisse stimmen und ich auch eine wirklich gute Nische erwischt habe.

Genau so bin ich vorgegangen

Die ganzen oben aufgeführten Tools benutze ich für die Nischenseiten Challenge. Aber wie? Das zeige ich dir jetzt an einer konkreten Idee, die ich in der vergangenen Woche auch analysiert habe: „Diktiergerät“.

Screenshot von hypersuggest.com

Mit Hypersuggest recherchiere ich Longtail Keywords.

Die Recherche passender Keywords

Zunächst habe ich Suchbegriffe zu dem Thema recherchiert. Es ist wichtig, dass neben dem Hauptbegriff auch weitere Keywords existieren, nach denen häufig gesucht wird. Am besten die Longtail Keywords, also speziellere Begriffe, die ein geringeres Suchvolumen aufweisen, aber bei denen geringe Konkurrenz herrscht. Dort kann meine Seite dann einfacherer gute Rankings erzielen.

Als erstes habe ich den Begriff bei hypersuggest.com eingegeben und so sämtliche Keywords erstellen lassen, die bei Google im direkten Zusammenhang mit „Diktiergerät“ stehen. Ich wähle dabei immer die Option „Both“, wodurch jeweils vor und nach „Diktiergerät“ Begriffe gesetzt werden, die dann ein Longtail Keyword ergeben.

Anschließend lasse ich mir die Ergebnisse (rund 640 Stück) exportieren. Das Tool bietet außerdem noch die Option der W-Fragen. Damit können Fragen recherchiert werden, die bei Google eingegeben werden und die im Zusammenhang mit dem Hauptbegriff stehen. Sehr gut für die ausführliche Keyword Recherche und Content Planung.

Weitere Keywords lasse ich mir dann noch vom Google eigenen Keyword Planer generieren. Dabei nehme ich auch gerne verwandte Begriffe mit auf, die nicht direkt „Diktiergerät“ beinhalten. So kommt man auch zu Synonymen oder auch verwandten und interessanten Produkten, die zusätzlich auf der zukünftigen Seite einen Platz finden könnten. Auch diese Ergebnisse lasse ich exportieren.

Jetzt kommt die Vereinigung aller gesammelten Begriffe in einer großen und schönen Excel Liste. Ja genau, Excel! Kein super krasses, spezielles Tool, sondern das einfache Tabellenkalkulationsprogramm von Microsoft. Hier importiere ich die Ergebnisse aus dem Keyword Planer und Hypersuggest.com und bringe diese alle in eine Spalte. Suchvolumen, CPC und alle anderen Spalten von der Liste des Keyword Planers interessieren mich aktuell nicht. Ich will erst einmal nur die Begriffe.

Nun entferne ich die Duplikate aus der Liste. Dort werden schon mal direkt 150 Begriff aussortiert. Klar dass es zu solchen Duplikaten kommt, wenn beide Tools unabhängig von einander arbeiten.

Die Keywords auswerten und analysieren

Die lange Liste (ca. 700 Begriffe) will ich nun hinsichtlich Konkurrenz und Suchvolumen analysieren. Ich lade alle Begriffe also wieder in den Keyword Planer. Bei manchen Recherchen muss dieser Vorgang öfters gemacht werden, da maximal 800 Keywords gleichzeitig im Tool analysiert werden können. Hier passt es jedoch noch mit einem einzigen Durchlauf.

Screenshot vom Google Keyword Planer

Alle Keywords in den Keyword Planer eintragen und auswerten lassen.

Im Keyword Planer gehe ich jetzt also erstmal auf „Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen“. Dort füge ich nun alle 700 Begriffe ein und gehe auf „Suchvolumen abrufen“. Jetzt bekomme ich für die ganze Liste das Suchvolumen, den durchschnittlichen Gebotspreis für AdWords und auch den Wettbewerb (hinsichtlich AdWords). Das Ganze exportiere ich nun wieder und importiere es in ein neues Arbeitsblatt bei Excel.

Nun habe ich eine recht gute Übersicht zum Thema „Diktiergerät“.

Als nächstes schaue ich mir einige Keywords selbst bei Google an. Ich achte auf bereits vorhandene Nischenseiten und die sonstige Konkurrenz. Interessant sind neben dem Hauptbegriff vor allem „Diktiergerät test“ und „Diktiergerät kaufen“. Hier findet man meist die bereits bestehenden Nischenseiten zu einem Thema. Und genau bei dem „Test“ ist einiges an wirklicher Konkurrenz zu finden: 3 relativ starke Testseiten und eine Nischenseite speziell zu Diktiergeräten. Die letztere werde ich nun etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Konkurrenzanalyse der speziellen Nischenseite

Die 3 Vergleichsportale bzw. Testseiten sind zwar relativ gut optimiert, aber an diesen kommt man bei einer Nische durchaus gut vorbei. Man ist einfach viel spezieller auf das Thema ausgerichtet. Deshalb analysiere ich nur die Nischenseite „diktiergeraet-test.de“.

Als erstes schaue ich mir selbst die Seite an: Okay, ordentlich Text auf der Startseite, gleich 3 Produkte vorgestellt und ja… Irgendwie keine schöne Navigation. Das ist nicht gut für die Seite, aber für mich! 😉 Ganz unten finde ich dann ein Inhaltsverzeichnis. Dort sind einige gute Inhalte verlinkt, die wohl zu dem Ranking auf der ersten Seite für das Keyword „Diktiergerät Test“ verantwortlich sind. Also wieder etwas schlechter für mich. Dennoch keine sehr starke Nischenseite. Die Inhalte stimmen zwar, aber die interne Verlinkung ist nicht gut und auch das Design lässt zu wünschen übrig.

Auch Nischenseiten dürfen und sollten gut aussehen!

Naja, ich schaue mir einmal die Backlinks an. Das mache ich mit backlinktest.com und ich entdecke: keine Backlinks? Okay, gleich gegenprüfen mit einem anderen Tool: openlinkprofiler.org. Doch auch hier nichts. Die Nischenseite scheint also nur dank der Inhalte zu ranken.

Screenshot von OnPage.org Focus

So sieht die Analyse der Seite mit dem OnPage.org Focus aus.

Ein vorletzter Check mit seorch.com. Wie ich schon selbst gesehen habe, sind die Inhalte gut optimiert. Lange Texte, Keywords schön dezent untergebracht und selbst die Bilder und Links sind ordentlich ausgezeichnet mit title- und alt-Tag. Daumen hoch für die Seite. Aber auch hier: keine Backlinks. Es gibt also durchaus Potenzial diese Nische mit einer neuen Seite zu projektieren.

Zu guter Letzt schaue ich mir mit dem OnPage.org Focus die Seite noch einmal an. Dieses Tool ist kostenlos verfügbar und ähnelt seorch, bietet meiner Meinung nach aber noch ausführlichere Ergebnisse.

Fazit der Recherche und Analyse

Für das Beispiel „Diktiergerät“ haben wir nun eine ausführliche Analyse durchgeführt und dabei gesehen, dass die Nische sich gut für die Nischenseiten Challenge eignen würde: Der Hauptbegriff hat ein Suchvolumen von 14.800, es gibt einige Longtail Keywords, die Preise für die Geräte sind ganz ok und auch die Provision bei Amazon stimmt. Zusätzlich ist nur wenig Konkurrenz gegeben, die mit einer ordentlichen Seite auf jeden Fall geschlagen werden kann.

Darum habe ich diese Nische NICHT genommen

Allerdings habe ich mich für eine andere Nische entschieden. Diese möchte ich heute noch nicht verraten. Sie ähnelt „Diktiergerät“ in vielen Punkten, wie dem Suchvolumen und der Konkurrenz. Allerdings sehe ich bei meiner gewählten Nische einen großen Vorteil: es gibt viele verwandte Begriffe mit einem hohen Suchvolumen und auch viel mehr Longtail Keywords mit einem deutlich höheren Suchvolumen.

Ich kann also mit guten (und weitreichenderen) Inhalten deutlich mehr Besucher auf meine Seite locken. So zumindest die Theorie. Die Konkurrenz ist etwas stärker, da 3 Nischenseiten bestehen. Aber ich sehe das eher als Herausforderung.

Ausblick auf Woche 2

Diese Woche werde ich dann meine bereits reservierte Domain aufsetzen, indem ich WordPress installiere, sowie ein Theme und alle nötigen Plugins.

Mehr dazu gibt es im Bericht der zweiten Woche.

Wenn du Fragen oder Anmerkungen zu meinem Vorgehen hast, hinterlass einfach einen Kommentar. Ich freue mich!

PS: Die Nische „Diktiergerät“ ist soweit noch frei. Gerne kannst du diese selbst im Rahmen der Nischenseiten Challenge projektieren, falls du teilnehmen willst und selbst noch keine passende Nische gefunden hast.

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