So erstellst du super Landing Pages

Das World Wide Web wächst stetig und immer mehr Unternehmen verwenden das Internet für den Vertrieb ihrer Produkte und das Stärken der Marke. Im Online-Marketing gibt es verschiedene Werkzeuge um Kunden auf die eigene Seite zu locken. Häufig wird dabei mit Hilfe des Suchmaschinenmarketings gearbeitet. Ein wichtiges dazugehöriges Hilfsmittel sind Landing Pages.

Landing Pages für das Suchmaschinenmarketing

Diese speziellen Seiten werden dazu verwendet einzelne Produkte zu bewerben. Sie werden auf diese optimiert um die Seitenbesucher von dem Produkt zu überzeugen. Damit soll dann eine Aktion bewirkt werden wie z.B. der Kauf des Produktes. Man kann Landing Pages natürlich auch für Dienstleistungen verwenden oder um neue Leser für den eigenen Newsletter zu bekommen.

Für Landing Pages musst du dir eine bestimmte Regel merken: „Konzentrier dich auf ein Produkt!“. Bewirb auf einer Landing Page auch wirklich nur ein Produkt und leite den Nutzer auch nur zu einer Aktion. Vermeide also alles, was den Besucher von deinem Produkt bzw. vom Kauf des Produktes ablenken könnte. Ein Produkt pro Landing Page ist genug.

Dabei sei aber gesagt, dass du viele solcher Landing Pages für jeweils ein Produkt gestalten kannst. Oder besser gesagt du solltest für jedes deiner Produkte eine Landing Page besitzen. Das erhöht die Conversion Rate für jedes einzelne deiner Produkte.

So funktioniert eine Landing Page

Wie eine Landing Page genutzt wird, möchte ich dir hier einmal kurz zeigen:

  1. Du erstellst deine Landing Page und verknüpfst diese mit einer Werbeanzeige oder lässt Sie bei Google ranken.
  2. Jemand findet die Anzeige oder das Suchergebnis bei Google und klickt darauf.
  3. Er landet direkt auf deiner speziellen Seite und informiert sich über das Produkt.
  4. Der Besucher wird von den Inhalten überzeugt und klickt auf den Button zum bestellen.

Besonders wichtig ist hier natülich der vierte Punkt. Der Besucher muss wirklich von deinem Produkt überzeugt werden und anschließend nur noch auf den Button zum bestellen klicken können. Um dies zu schaffen solltest du dich beim Bau der Landing Page an ein paar Vorgaben halten.

Der optimale Aufbau deiner Landing Page

Es gibt 5 wichtige Elemente, die du auf jeder Landing Page einbauen musst, damit diese auch die besten Ergebnisse liefern kann:

  1. Das Alleinstellungsmerkmal (USP )
  2. Der Eyecatcher (ein Bild oder Video des Produkts)
  3. Die Vorteile (und Nachteile?) des Produkts
  4. Testimonials (also Kundenmeinungen zum Produkt)
  5. Der Call-to-Action

Fangen wir vorne an und beginnen mit dem Alleinstellungsmerkmal.

1. Der Unique Selling Point (USP)

Was hebt dein Produkt oder deine Dienstleistung von denen deiner Mitbewerber ab? Denn genau das wird dir dabei helfen den Besucher zum Kauf von deinem Produkt zu überzeugen und er somit nicht auf das Produkt deiner Mitbewerber zurückgreifen wird.

Beruht dein Produkt auf einer neuen und einzigartigen Technologie, die du für dich hast patentieren lassen, sodass auch nur du dies so anbieten kannst? Oder bietest du einen besonderen Service zu deinem Produkt, den niemand anders bietet? Dann musst die dies auf deiner Landing Page kommunizieren. Am besten tust du dies in der Überschrift (Headline) und nutzt zur Unterstützung dieser noch eine Unterschrift (Subline).

Wenn du beide verwendest, solltest du die große Überschrift (meist H1 bei HTML) besonders prägnant wählen um die Aufmerksamkeit des Besuchers zu erhaschen. Es muss dabei aber auch eine direkte Botschaft übermittelt werden: „Der Nutzen dieser Webseite für den Besucher“. Mit der Subline musst du anschließend die Überschrift ergänzen und z.B. ein Argument, das für dein Produkt spricht, bringen.

Ein Beispiel für eine gute Über- und Unterschrift

Ein gutes Beispiel ist hierbei die Umsetzung von Helpling. Auf dieser Seite werden Reinigungskräfte vermittelt und die passende Überschrift ist als Frage formuliert: „Haushaltshilfe in Hamburg gesucht?“. Die Headline als Frage darzustellen ist eine Möglichkeit um die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich bevorzuge allerdings meist konkrete Aussagen und hätte „Hier finden Sie Haushaltshilfen in Hamburg“ verwendet. Die Frage stellt sich der Besucher nämlich meist schon selbst bei der Suche und hier würde er dabei die Antwort darauf finden.

Die Subline unterstützt die Headline anschließend und erklärt was diese Seite bietet. Das ist genau richtig so.

Screenshot der Landing Page von helpling

So setzt Helpling Head- und Subline um. Quelle: „https://www.helpling.de/haushaltshilfe/hamburg“

Nach diesen beiden Überschriften kannst du einen ersten Call-to-Action setzen, denn bereits jetzt werden einige schon überzeugt sein von deinem Produkt. Vor allem, wenn Sie es schon kennen bzw. sich an anderen Stellen schon darüber informiert haben.

2. Die Verwendung des Eyecatchers

Neben oder unter den Überschriften, die dein Alleinstellungsmerkmal kommunizieren, brauchst du ein Bild oder ein Video. Dieses muss dein Produkt möglichst gut darstellen. Entweder du zeigst ein Foto, auf dem das Produkt isoliert dargestellt wird oder gerade eindeutig benutzt wird oder du zeigt ein kurzes Video, bei dem dein Produkt gerade angewandt wird.

Durch Bild oder Video soll ein emotionaler Reiz beim Besucher ausglöst werden, der das Verlangen nach weiteren Informationen entstehen lässt. Der Eyecatcher muss also unbedingt „above the fold“ also oberhalb der Unterkante des Browser platziert werden. Einfacher gesagt: Der Besucher muss dein Produkt sehen können ohne dafür scrollen zu müssen.

3. Mit Vorteilen überzeugen

Sollte sich der Seitenbesucher nun angesprochen fühlen, aber noch nicht die gewünschte Aktion ausgeführt haben, wird er sicherlich weiter runterscrollen und nach weiteren Informationen suchen. Diese solltest du ihm auch zur Verfügung stellen. Allerdings keine ellenlangen Texte, die jedes Feature deines Produktes erklären sodass der Besucher erschlagen wird. Dann wäre die Gefahr viel zu groß, dass er die Seite wieder verlässt. Stell Einzelheiten des Produktes vor, indem du den Nutzen für den Kunden aufzeigst. „Sparen Sie Zeit durch die XYZ-Eigenschaft“ oder „Geringerer Verbrauch durch UVW-Eigenschaft“ – stell die Vorteile deines Produkts für den Kunden vor.

Die beste Möglichkeit ist es die Vorteile stichpunktartig aufzuzählen und nur ganz kurz zu erklären. Das sollte bei nicht allzu komplizierten Produkten ausreichen. Verlangt es allerdings nach ausführlichen Beschreibungen, so solltest du trotzdem zunächst kurz und knapp den Vorteil für den Kunden hervorheben und erst danach eine detailliertere Erklärung liefern.

Screenshot von den Vorteilen von PAUL fährt Bus

Bei PAUL fährt Bus sind einige Vorteile mit Icons versehen um das Ganze noch etwas zu verdeutlichen. Quelle: „http://www.paulfaehrtbus.de/

Auf einigen Seiten habe ich auch schon gesehen, dass „Nachteile“ aufgezeigt werden. Es sind nicht direkt Nachteile sondern viel mehr Vorteile, die das Produkt nicht liefern kann. Das mag zunächst kontraproduktiv wirken, weil es nicht direkt zum Verkauf des Produktes beiträgt. Es erhöht allerdings die Zufriedenheit deiner Kunden, da sie nicht nur wissen was das Produkt kann, sondern was es auch nicht kann. Dadurch entstehen keine ungewollten Überraschungen, es gibt bessere Bewertungen und natürlich ist die Transparenz für den Kunden viel wert.

4. Testimonials von überzeugten Kunden

Ein besonders gutes Instrument sind Testimonials, also Meinungen von zufriedenen Kunden. Sie zeigen, dass nicht nur du von deinem Produkt überzeugt bist, sondern auch andere Menschen. Menschen, die auch schon vor der Kaufentscheidung standen wie der potenzielle Kunde und im Nachhinein zufrieden mit dem Kauf sind.

Wenn du also bereits Kunden auf deiner Seite hast, die das Produkt erstanden haben, solltest du diese einmal nach deren Meinung fragen. Mit einer freundlichen Mail kannst du sie einfach anschreiben und nach deren Erfahrung und Meinung mit deinem Produkt fragen. Hinzu fügst du die eine kleine Bitte nach einer kurzen Rezension und der Erlaubnis diese anschließend auf deiner Webseite veröffentlichen zu dürfen. Das absolute Highlight wäre natürlich noch ein Bild des Kunden.

Aber nicht nur die Kundenstimmen können sich positiv auswirken. Auch die Anzahl der zufriedenen Kunden kann eine positive Wirkung haben. Wenn schon viele das Produkt gekauft haben, kann es ja nicht schlecht sein. Du kannst also eine Zeile einfügen wie z.B. „Gehören auch Sie zu den 8712 zufriedenen Kunden von Produkt XYZ“. Eine genaue Zahl zu verwenden wirkt übrigens sehr viel authentischer als „8000+ Kunden“.

Eine kleine Warnung am Rande: Verwende nur echte Kundenstimmen und reale Zahlen. Sind solche gefälscht, kommt dies früher oder später ans Licht und könnte einen unschönen Shitstorm hervorrufen. Also immer schön ehrlich bleiben.

5. Der Call-to-Action muss sitzen

Alles was ich dir bisher hier geschrieben habe ist nutzlos, wenn du diesen Punkt hier vergisst. Der Call-to-Action ist das wichtigste Element deiner Landing Page, denn ohne ihn wird der Besucher nichts klicken, was zum Kauf des Produktes führt. Dabei kann der Call-to-Action (kurz CtA) ein einfacher Button sein oder er wird durch Eingabefelder eines Formulars oder gar ein paar weiteren Sätzen ergänzt.

Auf meiner Webseite habe ich teils solche CtA untergebracht. Dabei verwende ich den Aufbau den ich erstmals in dem Artikel von Jörg Dennis Krüger auf ConversionBoosting gesehen habe. Dabei besteht der Aktionsaufruf aus 3 Teilen:

  • Lead-In Element
  • Button (oder Link)
  • Lead-Out Element

Der Lead-In ist eine Art Einleitung und führt den Besucher zu dem eigentlichen Klick. Dabei kann das Alleinstellungsmerkmal wiederholt aufgefasst werden oder du fügst noch einmal einen der Vorteile für den Kunden ein.

Der Button ist relativ selbsterklärend. Bei einem Klick auf ihn gelangt der Besucher zum Bestellvorgang (oder zur Anmeldung des Newsletters, etc.). Wichtig ist allerdings, dass sich der Button vom Rest der Seite abhebt. Kontrast ist hier das Stichwort. Auch der Buttontext sollte individuell sein und nicht einfach „Klicken Sie hier“ oder „Bestellen“ heißen. Wähle am besten einfach die konkrete Handlung, die bei dem Klick vollzogen wird. Geht es um den Download eines eBooks könnte der Text „Lade dir jetzt dein kostenloses eBook herunter“ lauten.

Screenshot als Beispiel für einen Call-to-Action auf deweblopment.de

Diese Calls-to-Action verwende ich an verschiedenen Stellen meiner Webseite.

Das Lead-Out Element ist die letzte Sicherung, die auch jetzt noch zweifelnde Besucher umstimmen kann. Ich verwende unterhalb des Buttons zum Kontakt aufnehmen den Satz „Schreiben Sie mir vollkommen unverbindlich.“ Damit nehme ich einigen die Angst, dass Ihre Nachricht an mich bereits Kosten verursachen könnte. Für einen Online-Shop könntest du zum Beispiel „Wir bieten 14 Tage „Geld zurück“-Garantie. Sie haben nichts zu befürchten.“ oder auch „Der Versand innerhalb Deutschlands ist für Sie kostenlos.“. Das bricht auch die Angst bei den letzten zweifelnden Kunden.

Fazit

Du solltest nur gerüstet sein nahezu perfekte Landing Pages zu entwerfen. Einen kleinen Tipp, den ich auf unbounce.com aufgeschnappt habe, ist einfach eine Skizze der Seite mit Papier und Stift anzufertigen. So kannst du in Ruhe die einzelnen Elemente ordnen und erst später auf deiner Webseite anwenden.

Auf Unbounce findest du übrigens noch weitere interessante Artikel zum Thema Landing Pages. Schau dich dort ruhig einmal um! Und wenn du noch Fragen zu meinem Artikel hast, stell diese doch einfach in den Kommentaren. Ich freue mich immer auf nette Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.