Was kostet die Suchmaschinenoptimierung?

Heute möchte ich mich einem recht heiklen Thema widmen: Geld und SEO. Wie viel kostet die Optimierung einer Webseite? Wie werden diese Preise berechnet und vor allem: welche Angebote sind seriös und welche sind einfach überteuert? Ich möchte dir helfen, dich auf dem Markt besser zurecht zu finden.

Verschiedene Preismodelle für SEO

Das schwierige an den Preisen für die Suchmaschinenoptimierung ist die Preisberechnung, denn SEO ist kein Produkt, das gekauft wird und sofort seinen Nutzen hat. Es ist ein langwieriger Prozess, bei dem oftmals erst nach Monaten Ergebnisse zu erkennen sind. Also muss ein Preismodell gefunden werden, das der Leistung gerecht wird und für den Kunden möglichst nachvollziehbar ist.

Hier möchte ich dir kurz die einzelnen Preismodelle vorstellen:

  • Preis pro optimierter Seite
  • Preis abhängig vom erreichten Ranking
  • Kosten pro Klick auf die optimierte Seite
  • Monatspauschale
  • Tages- und Stundensätze

Preis pro optimierte Seite

Nicht sehr verbreitet, aber dennoch anwendbar ist die Vergütung pro optimierter Seite der Website. Das heißt also du zahlst hierbei einen Betrag für eine Unterseite und diese wird anschließend auf ein Keyword optimiert.

Als Vorteil kann man hier sehen, dass nur einmalig gezahlt werden muss und die Seite ist optimiert. Wie ich aber weiter oben bereits gesagt habe, stellt SEO einen Prozess dar. Eine Seite verbessern und dann ist gut funktioniert meist nicht.

Erreicht deine Seite ein Ranking sollte stets weiter beobachtet werden, da Google kontinuierlich am Algorithmus arbeitet und auch deine Konkurrenz sicherlich nicht schläft.

Kosten abhängig von der erreichten Position

Ähnlich dem Preis pro Seite verhält es sich mit dem Modell des erreichten Rankings. Hier zahlst du also in Abhängigkeit der Position, die der SEO („der SEO“ bedeutet in dem Zusammenhang „der Suchmaschinenoptimierer“ oder „die Suchmaschinenoptimiererin“ 😉 ) mit deiner Seite besetzen kann. Das klingt zunächst recht fair: bessere Leistung = bessere Bezahlung.

Allerdings muss man auch daran denken, dass dann mit allen Mitteln versucht wird das beste Ranking zu erreichen. Also auch mit dem sogenannten Black Hat SEO, also Maßnahmen die gegen die Richtlinien von Google verstoßen. Solche Optimierungen haben kurzzeitigen Erfolg.

Du bezahlst in dem Fall für Platz 1 und fällst ein paar Wochen später wieder auf Seite 4 oder gar ganz aus dem Index. Nicht schön.

CPC – Kosten pro Klick auf die Seite

Dieses Preismodell entspringt der Suchmaschinenwerbung. Bei Google AdWords zahlt man pro Klick auf die Werbeanzeige einen kleineren Betrag an das Unternehmen. Bei 100 Klicks für 1,- € CPC verdient Google 100,- €. So kann es auch bei der Suchmaschinenoptimierung angewandt werden.

Der Vorteil gegenüber den vorherigen Modellen ist, dass der SEO daran interessiert ist die Seite über einen langen Zeitraum auf einer guten Position zu halten. Er wird die Optimierung also als einen Prozess immer fortführen.

Nachteilig ist allerdings, dass dieses Modell nicht die Longtail Keywords berücksichtigt. Und gerade diese sind eigentlich besonders wichtig für die Suchmaschinenoptimierung und bringen meist den besseren Traffic (also den Besucherstrom) auf deine Seite. Das ist also nicht besonders fair dem Optimierer gegenüber. Wirklich Geld sparst du allerdings auch nicht, wenn doch besonders viele Klicks zu einem Hauptkeyword kommen sollten.

Die Monatspauschale (oder auch Tagessätze)

Die wohl am weitesten verbreitete Methode zur Berechnung von Preisen für SEO sind die Monatspauschalen und/oder Stunden- und Tagessätze. Und das hat auch so seine Richtigkeit, denn das ist definitiv das fairste Modell für Optimierer und Kunde.

Hier kannst du dir sicher sein, dass die Leistung ordentlich von erbracht wird (ohne Black Hat). Denn als Anbieter ist man natürlich daran interessiert mehrere Monate für einen Kunden arbeiten zu können. Wird nicht ordentlich gearbeitet bzw. sind keine Ergebnisse zu erkennen, kündigt der Kunde sicherlich.

Große Unterschiede bei Preisen

Recht auffällig sind die Unterschiede bei den Kosten für eine Suchmaschinenoptimierung. Hier gibt es Angebote von unter 100,- € pro Monat bis hin zu mehreren Tausend Euro. Die Frage ist, wie kommen solche Preisspannen zustande, wenn doch alle die (eigentlich) selbe Leistung anbieten?

Höhere Preise bedeuten nicht gleich „überteuert und Abzocke“ und günstig heißt nicht sofort „unseriös und taugt nichts“. Du musst hier nämlich auf die Anbieter selbst achten: Freelancer oder große SEO Agentur?

SEO Kosten von Freelancern und Agenturen im Vergleich mit dem Budget Durchschnitt der Unternehmen.

Die Kosten von Freelancern sind geringer, wobei Unternehmen durchschnittlich deutlich mehr bezahlen (würden).

Freelancer sind günstiger

Freelancer, also Freiberufler bzw. Einzelunternehmer können deutlich günstiger arbeiten als eine SEO Agentur. Sie bieten SEO meist schon ab wenigen Hundert Euro an. Warum? Weil sie geringere Kosten zu stemmen haben. Oft arbeiten sie nicht in einem extra Büro, sondern sind im Homeoffice tätig. Oft wird die Tätigkeit auch nebenberuflich ausgeführt was zur Folge hat, dass nicht der Lebensunterhalt damit verdient werden muss.

Aber halt, nicht dass du jetzt denkst, dass Freelancer damit auch automatisch schlechtere Arbeit abliefern. Selbst wenn nur nebenberuflich gearbeitet wird, kann hauptberuflich im selben Bereich gearbeitet werden, wodurch auch genug Erfahrung und Wissen für den Beruf vorhanden ist.

Neben den günstigeren Angeboten hat ein Einzelunternehmen einen weiteren Vorteil gegenüber Agenturen: Du hast immer einen direkten Ansprechpartner, der auch wirklich mit deinem Projekt vertraut ist. Bei großen Agenturen ist das nicht immer der Fall.

Auf der anderen Seite kann ein Selbstständiger natürlich nicht an allzu vielen Projekten gleichzeitig arbeiten bzw. die Suchmaschinenoptimierung schneller durchführen. Immerhin ist er allein für alles zuständig.

Agenturen haben höhere Kosten zu tragen

Mittlere bis große Agenturen sind deutlich teurer als kleine Agenturen oder Freelancer. Preislich fangen sie meist erst bei 1000,- € pro Monat an. Das liegt einfach daran, dass diese feste Kosten zu tragen haben. Darunter fallen die Miete für das Büro, Strom, eine extra Buchhaltung, Personalkosten und noch weitere Punkte. Das muss natürlich alles gedeckt werden bzw. ein kleiner Gewinn soll auch erzielt werden.

Die Agenturen haben allerdings einen Vorteil gegenüber der 1-Mann Armee: Experten für jedes noch so kleine Feld. So sitzen im Büro einige Mitarbeiter, die nur mit dem Schreiben von guten Inhalten beschäftigt sind und andere, die nur für die technischen Grundlagen der Optimierung zuständig sind. Es gibt also eine Arbeitsteilung, die vor allem ein schnelleres Vorankommen zur Folge hat. In der Zeit, die der Freelancer für eine Seite benötigt, optimiert die Agentur vielleicht sogar 4-5 Seiten.

Weitere Einflussfaktoren auf den Preis

Was hat noch Einfluss auf den Preis? Ganz klar das Projekt selbst! Soll nur eine kleine Landing Page nach vorn gebracht werden, ein Unternehmensauftritt oder gar ein ganzes Portal?

Und wie immer kommt es nicht nur auf die Größe an 😉 , sondern auch auf den Markt. D.h. man kann auf einem relativ neuem oder kleinem Markt deutlich einfacher gute Rankings erreichen als auf großen Märkten mit starker Konkurrenz, wo zum Beispiel auf viel mit Geld hantiert wird. Die Optimierung für den globalen Finanzmarkt (z.B. Kreditvergleich) ist deutlich schwieriger als für frische Brötchen im Nachbardorf.

Auch spielt der Kunde selbst eine Rolle. Große Unternehmen, die durch eine Optimierung einen großen Gewinn erwarten können, müssen auch mit höheren Kosten rechnen als ein kleines lokales Unternehmen. Im Schnitt gibt rund ein Drittel der Unternehmen über 1000,- € pro Monat für SEO aus, das geht aus einer Umfrage von OnPageDoc (siehe dort Frage 16) hervor. Eine andere Statistik geht sogar von zwei Dritteln aus:

Statistik zum Budget für SEO

Dieser Statistik nach geben ca. 2/3 der befragten Unternehmen mehr als 1.000,- € pro Monat für SEO aus. (Quelle: statista.com)

Soviel kostet meine Leistung

Wo stehe ich denn eigentlich mit meinen Preisen und Leistungen? Ich zähle zu den Freelancern und bin dazu nicht vollkommen auf das Einkommen aus der Suchmaschinenoptimierung angewiesen. Deshalb kann ich deutlich günstiger arbeiten als eine große Agentur, aber leider auch langsamer.

Ab 129,- € monatl. bekommt man bei mir eine SEO, natürlich abhängig von der Größe des Projekts.

Das Budget entscheidet, aber…

Letztendlich entscheidet das Budget, welches zur Verfügung steht, ob man eine große Agentur beauftragen kann oder ob ein Freelancer für das Projekt ausreichend ist. Doch sollte man sich nicht scheuen etwas Geld für die Suchmaschinenoptimierung in die Hand zu nehmen. Schließlich ist das Ziel die Umsatzsteigerung, genau wie bei der Schaltung von Werbung. Und in diesem Feld werden auch täglich hohe Beträge bezahlt.

SEO lohnt sich langfristig. Investieren lohnt sich also!

Natürlich lassen sich Erfolge mit SEO nicht ganz so schnell erzielen wie durch Werbung, aber wenn erst einmal eine gute Position in den organischen Rankings „gesichert“ ist, kann Geld bei den Werbemaßnahmen eingespart werden.

Deine Meinung ist gefragt

Mich interessiert nun, was du als Kunde bereits für SEO bezahlt hast oder bereit wärst zu zahlen. Oder was du als Anbieter für deine Leistungen verlangst.

Ein Kommentar zu “Was kostet die Suchmaschinenoptimierung?
  1. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Immer wieder ein sehr spannend sich mit dem Thema zu beschäftigen.

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